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Interview: Inhaber Harald Schmitt über HSM-Management im Gespräch mit dem Journalisten Thomas Schlichte

Herr Schmitt, wann haben Sie mit HSM-Management begonnen und welche Ziele verfolgten Sie mit Ihrer Geschäftsidee?


Ich habe HSM-Management 1990 gegründet. Ich habe damals nebenbei bei einem Rundfunksender moderiert. Mir fiel auf, dass die prominenten Persönlichkeiten, die wir zu Gast hatten, oft von Familienmitgliedern oder Leuten – die sich in der Branche nicht ganz so gut auskannten – beraten werden. Da reifte in mir die Überlegung, den Künstlern zu helfen.

Wie muss man sich diese „Hilfe“ vorstellen?

Ich habe versucht, den Künstlern Auftritte zu ermöglichen. Eine der ersten Künstlerinnen, die ich angeboten habe, war Nicki gewesen. Sie hatte damals mit „Servus mach’s guat“ ihren ersten großen Hit. Bei verschiedenen Auftritten habe ich so Kontakte zu anderen Künstlern bekommen, so dass mein Netzwerk im Verlaufe der Zeit stetig anwuchs.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte?

Ich wollte verschiedene Künstler im Bereich Management bei mir unter Exklusivvertrag nehmen. Dabei stellte ich fest, dass mein Netzwerk diese Möglichkeit überschritten hatte. Mit anderen Worten: Ich kümmerte mich auch um Künstler, die ich nicht exklusiv hatte, die ich aber mit entsprechender Zustimmung ihres Managements trotzdem anbieten konnte. So ergaben sich weitere interessante Synergieeffekte der Zusammenarbeit.

Das heißt Sie können auch Künstler anbieten, die nicht von Ihnen betreut werden?

Das ist richtig. Das funktioniert dann zum Beispiel über einen Rahmenvertrag. Der betreffende Künstler ist nicht bei mir exklusiv, aber ich habe die Möglichkeit, ihn mit Zustimmung – beispielsweise seiner Agentur – dann für meine eigenen Projekte anzubieten. Davon hat auch der Veranstalter profitiert, der dann mit geringeren Gagen kalkulieren konnte.

Wie hat sich HSM-Management im neuen Jahrtausend entwickelt?

Durch das stetig wachsende Netzwerk sind im Laufe der Jahre immer mehr Veranstalter auf mich und meine Tätigkeiten aufmerksam geworden. Das ging dann soweit, dass bei mir Anfragen eingingen, ob ich nicht auch zum Beispiel Künstler aus den USA anbieten könnte. Vielleicht, weil dieser Künstler bisher noch gar nicht in Deutschland am Markt gewesen war. Dadurch ist HSM-Management international geworden und ist in der Lage, weltweit Künstler für Veranstaltungen zu besorgen und europaweit für verschiedene Anlässe einzusetzen.

20 Jahre HSM-Management – wo kann und darf die Reise hingehen?

Ich sehe mich als Dienstleister und arbeite mich sensibel am Markt entlang. Das heißt, dass ich gefragte Bedürfnisse erfüllen möchte. Als Zac Efron in München zur Filmpremiere gewesen ist, haben wir über den neuen Film von Vanessa Hudgens gesprochen. Dabei meinte er, dass er nach seiner Rückkehr in die USA Vanessa empfehlen wolle, bei ihrer Premiere auch mit mir zusammen zu arbeiten. Auf diese Weise erhoffen wir uns, unser Netzwerk stetig zu erweitern.

Thomas Schlichte / 11-2010